PUNKT 1
Das Deutsche Eck
Deutsches Eck
Deutsches Eck

Durch die Ansiedlung des Deutschen Ordens am Zusammenfluß von Rhein und Mosel im Jahr 1216 erhielt dieser Platz den Namen "Deutsches Eck". Im 19. Jahrhundert wurde das Areal über eine Mole mit einer vorgelagerten Sandbank verbunden, um einen Nothafen an der Moselmündung zu schaffen. Mole und Sandbank trugen im Koblenzer Volksmund den Namen Honsschwanz (Hundsschwanz), weil sie geografisch den letzten Ausläufer des Hunsrücks bildeten.

Nach dem Tode Kaiser Wilhelms I. im Jahre 1888 entstand in staatlichen wie privaten Kreisen die Idee, dem verewigten Fürsten als Dank für die in drei Kriegen (1864, 1866, 1871) erkämpfte Einigung Deutschlands ein Denkmal zu errichten. Unter den zahlreichen Bewerbern um den Standort war auch Koblenz. Die Standortentscheidung überließ man dem jungen Kaiser Wilhelm II., der sich 1891 für Koblenz und die Stelle am Zusammenfluss von Mosel und Rhein entschied.

1945 wurde das in Kupfer getriebene Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. auf dem 1897 errichteten Denkmal zerstört. Der "Legende" nach veranstalteten feindliche Soldaten ein "Bazooka"-Zielschießen von der Festung Ehrenbreitstein auf das Standbild. Tatsächlich wurde das Standbild aber durch eine amerikanische Artilleriegranate schwer beschädigt.

Zwischen 1953 und 1990 diente der Sockel als "Mahnmal der Deutschen Einheit". Durch die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 hatte das Mahnmal seine sinnstiftende Bedeutung verloren. Am 25. September 1993 wurde eine Nachbildung des kaiserlichen Reiterstandbildes, durch eine Spende des Ehepaares Theisen initiiert, offiziell enthüllt.



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