Koblenzer "Originale"

Resche Hennerich

Der Schuhmacher war dem Alkohol nicht abgeneigt und bekannt wie gefürchtet für seine Streiche. Dafür, daß er einmal die preußischen Truppen durch blinden Alarm auf dem Paradeplatz (jetziger Görresplatz) antreten ließ, wanderte er für einige Wochen ins Gefängnis

Maatfrau Utze

Die Maatfrau sät zom Schutzmann:
"Dat es mir jetzt zo bont! Do hatt gepinkelt an mein Mann der Norbersch ihre Hond!"

Das kleine Denkmal auf dem Münzplatz erinnert an die gemütliche Marktfrau, die in Koblenzer Mundart "Maatfrau" heißt. Der Schutzmann "Utze" war nicht nur für die Sicherheit zuständig, sondern regelte auch viele Streitigkeiten bei einigen Bieren oder Schoppen.

Spitals Andun

"Spitals Andun" hieß mit bürgerlichem Namen Anton Barthel und war klein von Statur. Seinen Spitznamen erhielt der kleine Mann mit den großen Füßen, weil er im Bürgerhospital wohnte.
Andun kannte alle Namenstage auswendig und war wie ein lebender Kalender.

Pefferminzje

Zum Koblenzer Urgestein gehörte auch das Pefferminzje, mit bürgerlichem Namen Annemarie Stein. Die tierliebende Frau zog durch die Kneipen der Stadt, um das notwendige Geld für sich und ihre herrenlose Hunde und Katzen zu verdienen. In ihrem Angebot hatte die aus Bonn stammende Frau unteranderem Pfefferminze. Wegen fehlender Zähne konnte sie das Wort nicht problemlos aussprechen und erhielt den Namen, unter dem die Koblenzer die Frau kennen. Sie starb 1940.

Dä Gummi

Im Leben hieß ich Peter Schneider, im Laufen war ich lustig heiter. Der Volksmund nannte mich Gummi, der Herrgott warf mich ummi"

Peter Schneider, der "dä Gummi" genannt wurde, steht in einer Passage zwischen Liebfrauenkirche und Florinsmarkt.
Seinen Spitznamen erhielt der schlanke Hausierer durch seinen Gang, der durch ein chronisches Nervenleiden verursacht wurde.

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